Halbernste Replik auf SZ: „Warten statt treten“

Gerade bin ich bei der SZ über einen Artikel gestolpert, den ich nicht unkommentiert stehen lassen konnte 🙂

In dem SZ-Artikel Warten statt Treten vom 4. Juni 2017 wird das Erlebnis des Selberschrauben am Fahrrad zuerst einmal sehr schön beschrieben:

Ohnmachtsgefühle lassen sich am besten bekämpfen, indem der Radler die Werkzeuge selbst in die Hand nimmt und schraubt. Das Fahrrad wirkt ja schließlich wie ein geheimnisloses Gerät, es verbirgt nichts, alles liegt offen, es gibt keine Motorhaube, unter der rätselhafte Technikklumpen lauern.

Nachdem der motivierte Radler dann zur Tat schreitet und an seiner mangelnden Erfahrung scheitert, endet der Artikel folgendermaßen:

Der reuige Radler schob sein verpfuschtes Werk also zum Mechaniker. Es war Winter, immerhin, es gab einen Termin und mitleidige Blicke. „Was hast du denn da versucht?“ Ja was eigentlich? Es war der gescheiterte Versuch, unabhängig zu sein. Die Ohnmacht in Angesicht des Fahrradhändlers kennt eben viele Facetten. Und oft genug trägt man selber die Schuld.

Auch wenn der konkrete Versuch gescheitert ist, so hat der Radler doch die richtige Einstellung gehabt: Nicht outsourcing seiner Fähigkeiten zu betreiben, sondern insourcing. Sich nicht von seiner selbstverschuldeten Unkenntnis in Starre versetzen zu lassen, sondern seine Befreiung tatkräftig anzugehen. Dass er dabei eine Schraube weitergedreht hat als es technisch sinnvoll ist, ist Teil der Lernkurve.

Wir von der Bikekitchen München hätten ihn natürlich gerne unterstützt, so wie wir seit mittlerweile sieben Jahren auch zahlreichen anderen Münchner und internationalen Radlern mit Rat, Tat und Radler/Bier zur Seite stehen 🙂

Juhuu, es ist wieder bikekitchen am 13. April!

 

 

 

 

 

Liebe Radlrunde,

egal ob wir heute sonnig über beblümte Wiesen radeln oder morgen durch Regen & Gewitter flitzen, die bikekitchen gibt’s bei jedem Wetter:

BIKEKITCHEN:
Donnerstag, 13. April
19 – 22 Uhr
in der WerkBox3, Grafinger Str. 6, München (Kultfabrikgelände)

Die nächsten KURSE:
Technikgrundkurs für Frauen –> am 24.04. ab 19 Uhr im Machwerk
Werkzeugtasche nähen aus alten Schläuchen –> ab 15.05. ab 19 Uhr im Machwerk

Bis bald, es freut sich die bikekitchen

 

StoopidBK #2: … auf dem Zahnfleisch fahren …

Erstaunlich, dass man mit den drei Zähnchen noch ohne Probleme Fahrrad fahren kann 🙂

Dieses Ritzel war vier Jahre im Münchner und europäischem Verkehr unterwegs, und wurde heute in die wohlverdiente Rente geschickt. Auch die Kette und das Kettenblatt, die ebenso lang gelaufen sind. Alle vier Jahre mal den Antrieb erneuern zu müssen ist auch keine schlechte Quote 😉

BK-Update 01/2017: Bikekitchen, Kurse, Videos

Liebe Freunde des gepflegten Fahrrad-Schraubens,

wir starten ins neue Jahr mit unserer Januar-Bikekitchen in der WerkBox3, und zwar am Donnerstag, 12. Januar, von 19 bis ca. 22:30 Uhr.

Gegen 22:15 Uhr kommt auch Foodsharing mit leckeren geretteten Backwaren zu uns, so dass keiner hungrig nach Hause radeln muss. Bitte Tüten/Taschen mitnehmen 🙂

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Außerdem findet am Montag, 16. Januar, im Machwerk von 19 bis 21 Uhr ein Kurs zum Thema „Bremsen allgemein“ statt. Wir werden da anhand eurer Räder euch die Funktion eurer Bremsen erklären, wie man die Bremsbeläge wechselt, oder wie man Bowdenzüge richtig verlegt und ablängt. Infos und Anmeldung.

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Zu guter Letzt gibt es, ebenfalls im Machwerk, einen Innenlager-Kurs am Montag, 23. Januar, von 19 bis 21 Uhr. In dem Kurs erklären wir euch den prinzipiellen Aufbau eines Innenlagers, wie sich die modernen Patronenlager von den klassischen Innenlagern unterscheiden, welches Werkzeug man eigentlich zur Demontage braucht, und in welche Richtung man eigentlich drehen muss: Linksherum? Oder doch rechtsherum? Infos und Anmeldung.

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Genießt bis dahin Schnee und Eis unter euren Reifen:

StoopidBK #1

img_20161110_203854Bei der gestrigen BK gabs einen besonders hartnäckigen Fall von festgerosteter Gabel/Konusring. Sachtes Klopfen mit dem blauen Hammer oben links im Bild hat auch nicht gereicht. Da mussten wir schon den größten Hammer suchen, den wir in der Nähe hatten 🙂

Am Ende mussten wir noch das zu weiche Holzstück, was wir zum Schutz der Gabel draufgelegt hatten, durch den blauen Hammer austauschen. Und mehrmals draufhauen. Aber es hat funktioniert 😉